Stairway to Hell – oder: Warum wir jetzt alle Wadengötter sind

Wanderung mit Marion am 15.3.2025

Am 15. März machten sich 16 wagemutige Wanderer mit ihrer Wanderführerin Marion Rotthäuser auf den Weg zu einem Abenteuer – „Stairway to Hell“-Tour in Heidelberg.

Schon die Zugfahrt war ein Spektakel für sich. Die Stimmung war ausgelassen. In Heidelberg angekommen, ging es direkt los. Erstmal über den Neckar, dann die ersten Höhenmeter zum Bismarckturm – quasi ein sanftes Warm-up für die Waden. Von oben genossen wir den grandiosen Ausblick auf den Neckar, das Schloss und den Königstuhl.

Wir folgten dem Philosophenweg. Dort philosophierten wir allerdings weniger, sondern stiegen über den Schlangenweg ab – immerhin klang das nach einer netten Abwechslung zum Treppenwahnsinn, der Abstieg war aber auch über Treppen. Dann über die Neckarschleuse und rein in die ersten 200 Stufen zum Schloss. So langsam wurde klar: Das hier ist kein Spaziergang, sondern ein Fitnessstudio mit Aussicht!

Nach einer kurzen Schlossgarten-Pause ging’s dann zur wahren Prüfung unserer Wadenkraft: die Himmelsleiter. 1335 Stufen. Aber Hallo! EINTAUSENDDREIHUNDERTFÜNFUND-DREIßIG. Die erste Stufe war noch harmlos, die zehnte erinnerte uns an unsere letzte verpasste Sporteinheit, und spätestens bei Stufe 800 wurde klar: Reden ist überbewertet. Motto: „Schnaufen statt schwätzen“.

Doch wir hielten durch, kämpften uns hoch, Stufe für Stufe – manche motiviert von purem Ehrgeiz, andere von der Aussicht auf die Mittagspause oben. Oben angekommen? Fix und fertig. Aber glücklich. Und hungrig.

Nach einer ausgiebigen Stärkung mit atemberaubendem Blick auf Heidelberg, ging’s wieder bergab – diesmal über den historischen Pfad. Einige von uns, bei denen das innere Kind noch hellwach war, entschieden sich für einen kreativen Abstieg per Rutsche. Wer sagt, dass Wandern keinen Spaß macht?

In der Heidelberger Altstadt angekommen, gönnten wir uns eine wohlverdiente Einkehr – natürlich mit Blick aufs Schloss.

Doch das Abenteuer war noch nicht vorbei! Auf dem Heimweg legten wir in Karlsruhe noch einen spontanen Sprint am Bahnhof hin, weil unser Zug der Meinung war, ohne uns losfahren zu wollen. Aber nein! Nicht mit uns, wir hatten heute 1500 Stufen bezwungen – da haut uns ein kleiner Bahnhofssprint nicht um!

Erschöpft, aber stolz, saßen wir schließlich im Zug nach Hause. 18 Kilometer, 630 Höhenmeter und unzählige verbrannte Kalorien später konnten wir sagen: Wir kamen als Wanderer – wir gingen als Wadengötter.

Text und Fotos: Marion Rotthäuser