Am Start zur Wanderung im Höllhäuserweg ist die 13- köpfige Seniorengruppe mit Wanderführerin Regina Laux komplett.
Freudige Zufriedenheit über das trockene Wetter und Aussicht über ein paar Sonnenstrahlen, vor allem aber eine gemütliche Wanderung durchs Übelbachstal spiegelt sich in den Gesichtern der Teilnehmer. Regina ist wie immer mit Wissenswertem gut vorbereitet und klärt uns über die Natur um uns herum auf Hauptsächlich ist die Bodenbeschaffenheit karg, sauer und nährstoffreich, aber gut durchlüftet. Größtenteils besteht das Ganze aus Buntsandstein.
Erstaunlich, wie die Natur auch hier wieder harmoniert zum Beispiel mit leuchteten Moos an Baumrinden, Ästen und Felsstücken in üppigen Grünvariationen und Arten. Sprichwörtlich ist auch in diesem Tal ein besonderes Kraut – äh – Blütenpflanze gewachsen. Man kann es von ca. Juli bis September bestaunen, das einzige was nicht der Schönheit entspricht ist der Name: Teufelsabbiss! Das lila – himmelblaue Gewächs gehört zur Familie Geißblatt und ist im Schnitt ca 40 cm hoch – erreicht aber bis zu 80 cm. Als Speicher- und Überdauerrungsorgan dient ein Rhizom, das unterhalb abfault und wie abgebissen wirkt und 50 cm in die Tiefe reicht, daher der unverdient hässliche Name. (siehe Foto und im Sommer in Natura )
Faszinierend ist auch der natürliche Lauf des Übelsbachs, der leise gurgelnd durch die Wiesen schlingert!Das Übelsbachtal bietet auch weitere Wanderungen und Rundwege an, einfach der Beschilderung folgen oder googeln.Am Übelsbachbrunnen – Meisterwerk aus großem Stein als Brunnenstock und ausgehöhltem Baumstamm -wird zu einem ganz besonderen Umtrunk eingeladen.
Die Spenderin feierte zwei Tage zuvor ihren 90. Geburtstag! Es kostete schon eine Menge Überzeugungsarbeit für uns, das hohe Alter glaubhaft anzunehmen, denn die sehr aktive Wanderfreundin ist ein Paradebeispiel an Fitness, Humor und jungem Aussehen. Eine neue Wanderkameradin verriet mir, dass sie sich grade als aktives Mitglied angemeldet hat, weil sie auch diesem fröhlichen Jungbrunnen des SWV angehören will. Mit rosigen Zukunftsgedanken und Likörchen im Magen ging’s Richtung Geroldsauer Mühle zur Einkehr,
denn wir können fast grenzenlos Genuss und Frohsinn ertragen!
Danke liebe Regina, du hast aus ein paar Nachmittagsstunden einen ganzen Urlaubstag gemacht
und ans Heimkehren hat die Gruppe nur aus Vernunft gedacht,
Text: Ursula Stückle Fotos: Gérard Kesselhut und Ursula Stückle (4)











