Die Voraussetzungen für die Seniorenwanderung am Mittwoch 01.07. 26 konnten nicht idealer sein und das Ziel war das absolute Wunschprogramm der Gruppe. Dazu durften wir uns über moderate Temperaturen nach der sehr belastenden Hitzewoche freuen. Mit der Buslinie X 45 fuhren die insgesamt 13 Teilnehmer(innen) zum Ruhestein – Nationalparkzentrum hoch.
Dieses Besucherzentrum gilt als das architektonische Tor zum Nationalpark Schwarzwald und wurde nach 5jähriger Bauzeit am 12.06 .2021 vom damaligen Ministerpräsidenten W. Kretschmann feierlich eröffnet. In dem sehr harmonischen, landschaftsgebundenen Bauwerk haben wir uns ca. eine Stunde aufgehalten, informiert und bis zum Aussichtsturm umgeschaut. Dort hat man einen beeindruckenden Panoramablick bis in das Rotmurgtal. Das komplette Zentrum fügt sich im Hinblick auf Material und Bauweise der umliegenden Natur an. Im Innern des Gebäudes erzeugt der geschmackvolle, abwechslungsreiche Einsatz der heimischen Hölzer (Weißtanne, Fichte und Buche aus zertifizierten Beständen) ein unbeschreibliches Wohlgefühl. Das Gebäude beherbergt eine interaktive ca. 1000 qm große Dauerausstellung zum Nationalpark, ein Kino, Museumsshop, einen Gang über die „Brücke der Wildnis“ zum Turm und Café mit Terrasse.
Nun ging es weiter mit dem Bus vorbei am Schliffkopf zum Spechtpfad – er befindet sich am Plonkopf unmittelbar neben dem Lotharpfad. Der Spechtpfad weist eine Länge von 1,2 km auf und auch als Besonderheit die Umrisse eines Spechts. Eröffnet und eingeweiht wurde der Pfad im Mai 2024. Die Besucher dürfen einen barrierefreien und sehr schönen Holzbohlenpfad entlang gehen. Die Natur neben den Bohlenpfaden zeigt Grindeflächen, Totholzstrukturen und junge Fichtenbestände.An Blüten bzw. Kräutern entdeckt man das schmalblättrige Weidenröschen, das gelbe Labskraut sowie reichlich Heidelbeeren, darüber freuen sich auch einige Vogelarten und Waldtiere und wir.
Auf dem Lehrpfad lernt man 5 Spechtarten kennen: Buntspecht, Grauspecht, Schwarzspecht, Wendehals und Dreizehenspecht. Des Weiteren kann man sich sogar per Actionbound – App vom Nationalparkmaskottchen – der Gartenschläferin Lotta – über den Weg führen lassen. Gut verteilt sind genügend Sitzecken mit Tischen sowie bequeme Holzliegen – ein großes Lob an die Gestalter!
Übrigens: Spechte klopfen an die Rinde, um hohle Stellen zu finden und hacken das Holz auf, um an Larven, Maden und Insekten zu gelangen, die sich im Stamm verstecken. Die Zunge der Spechte ist mit Widerhaken versehen, damit ziehen sie ihre Opfer aus den Gängen. Aus jungen Bäumen lecken sie mittels gehackter Löcher austretenden Baumsaft. Auch hier ist die Zeit sehr schnell vergangen und wir fahren zur Schlusseinkehr zur Ruhestein – Schänke, wo wir freundlich mit allerlei Leckerem versorgt werden.
Unsere Wanderführerin Regina Laux wurde während der gesamten Zeit mit viel herzlichem Lob bedacht und das hat sie auch echt verdient – es war rundherum ein gelungener Tag mit besonders schönem Programm.
Text: Ursula Stückle
Fotos: Gérard Kesselhut









