Beschilderung wird ergänzt

Die Tücke liegt häufig im Detail. Eine Erfahrung, die das Forstamt bei der Überarbeitung der Wanderwege im Stadtwald machen musste. Nach Auskunft von Forstamtschef Thomas Hauck wird aber spätestens im kommenden Frühjahr die Beschilderung ergänzt sein und es wird etliche neue attraktive ausgeschilderte Routen geben.

Nachdem das Fachgebiet Forst und Natur einige Vorgespräche mit den Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins und mit anderen Akteuren geführt hatte, werde es nun konkret mit dem Vorhaben Neubeschilderung der Wanderwege in Baden-Baden, stellt Hauck fest. Neben der Anpassung der Beschilderung an das schwarzwaldweite Markierungssystem sei es ein wichtiges Ziel des Projekts, bestehende Defizite am Wegenetz zu erkennen und zu beseitigen. Deshalb werden einige Wanderwege hinzukommen. Bei den neuen Wegen wurde in der Kernstadt, in Oos und Lichtental Wert darauf gelegt, dass sinnvolle Fußwegverbindungen von der Stadt in die umgebenden Wälder markiert werden. Darüber hinaus ist Hauck zufolge ein durchgehender Wanderweg auf der Sonnenseite des Tals von Oos in die Kernstadt vorgesehen, der im Grunde genommen sogar bis zur Fischkultur fortgeführt wird.

Wichtige Änderungen gibt es auch am Panoramaweg, der vom Tiergarten künftig über den Rosenneuheitengarten zur Stourdzakapelle, zum Kurhaus und dann über Strohhütte und Sophienruhe hinauf zum Battert führen soll.

In der Kernstadt wird ein Weg vom Kurhaus über das Paradies zum Merkur ausgeschildert Das Obstgut Leisberg wird gleichfalls in das Wanderwegnetz integriert.
Neu im Rebland ist laut Thomas Hauck zum Beispiel die Wegweisung Steinbach – Yburg ausgehend vom Postplatz. In das Wegenetz einbezogen wird auch der Wanderweg über den Hardberg, der eine Hardberg-Kellersbild-Runde ermöglicht und nach der Neubeschilderung nicht nur von den Insidern gefunden werden kann.

Gerade der Hardbergfußweg sei ein gutes Beispiel für ein weiteres Ziel des Projekts: die Entflechtung der Nutzungen. Während die Mountainbiker und Reiter über den Stettenweg die Kellersbildhütte ansteuern, erreichen die Wanderer dieses Ziel auf einem schmalen Fußpfad über den Hardberg.

Hauck: „Der auf dem Fußweg durchwanderte Wald ist übrigens ein besonderes Walderlebnis: Der nach dem Sturm nahezu vollständig kahle Hardberg hat sich wieder bewaldet. Die armen Buntsandsteinböden boten der Birke als Pionierbaumart beste Standortbedingungen.“ Nirgendwo im Stadtkreis fänden sich derart ausgedehnte Birkenbestände. die ein besonderes Landschaftsbild bildeten. Allerdings nur vorübergehend, schränkt Hauck ein: Nachdem die Birke den nachfolgenden Baumarten Buche und Tanne den Weg bereitet hat, wird sie nach und nach von diesen verdrängt werden. Thomas Hauck: „Ein spannender Prozess, der hier von den Wanderern miterlebt werden kann.“

Die Schilder werden in Weiß gehalten und unterscheiden sich damit deutlich von den gelben Hinweisen für Mountainbiker. Die alten grünen Wegweisungen und die zahlreich vorhandenen Wegweisungen auf Steinen bleiben im übrigen erhalten.

Zug um Zug würden auch die Hinweisschilder aus Holz an markanten Ausgangspunkten erneuert, verspricht das Fachgebiet Forst und Natur. Viele der historischen Tafeln sind zwischenzeitlich verwittert und zum Teil nur noch schlecht lesbar.

Acher- und Bühler Bote, 12.08.2017